06. October 2020

Mammographie: So sorgst du gegen Brustkrebs vor

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können und sollten alle zwei Jahre zur Mammographie gehen. Das „Screening” kann den Brustkrebs zwar nicht verhindern, wohl aber zur frühzeitigen Diagnose beitragen. Welche Vor- und Nachteile es gibt und wie die Mammographie abläuft, erfährst du in diesem Beitrag!

Die Mammographie ist eine Routineuntersuchung, mittels derer Brustkrebs (= Mammakarzinom) frühzeitig erkannt werden soll, denn: Je früher man die Krankheit diagnostiziert und behandelt, desto höher die Heilungschancen.

Wie wird der Termin vorbereitet?

Ab dem 50. Lebensjahr erhält jede Frau per Post eine Einladung zur Mammographie. Natürlich ist es deine persönliche Entscheidung, ob du den Termin wahrnehmen möchtest – du kannst ihn bestätigen, verschieben oder absagen. An wen du dich dafür wenden musst, erfährst du im Schreiben oder auf der Internetseite des Mammographie-Screening-Programms.

Für den Tag der Untersuchung musst du dich nicht besonders vorbereiten. Achte nur darauf, vorab

  • kein Deo,
  • keine Cremes,
  • kein Puder

oder ähnliches im Brust- und Achselbereich aufzutragen. Außerdem eignen sich solche Oberteile am besten, die du zum Freimachen schnell und einfach ablegen kannst.

Untersuchung

Wie läuft die Mammographie ab?

Die eigentliche Untersuchung wird nun von einer AssistentIn durchgeführt – ÄrztInnen sind in der Regel nicht dabei.

Du trittst nun vor das Mammographie-Gerät – in der Regel wird die Untersuchung im Stehen durchgeführt. Solltest du nicht oder nicht lange stehen können, teile das dem Fachpersonal vorab mit. Dann kann das Gerät angepasst oder die Untersuchung in einer anderen Praxis mit speziellen Geräten durchgeführt werden.

Ist das Gerät korrekt eingerichtet, wird deine Brust zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Bisweilen kann sich das etwas unangenehm oder schmerzhaft anfühlen. Das ist aber ein notwendiges Übel, denn: Je flacher die Brust zusammengedrückt ist, desto aussagekräftiger das Röntgenbild.

Das Mammografie-Gerät fertigt zwei verschiedene Aufnahmen an:

  • Von oben nach unten.
  • Schräg von der Brustmitte zur Seite.

Das Endergebnis sind zweidimensionale Schwarzweißbilder deines Brustgewebes. ÄrztInnen können sich damit einen räumlichen Eindruck deiner Brust verschaffen und mögliche Veränderungen erkennen.

Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten.

CancerSucks

Wann gibt es das Ergebnis?

Du erhältst das Untersuchungsergebnis innerhalb von etwa zwei Wochen nach der Untersuchung per Post.

Gehörst du zu den ca. 95 % der Frauen, deren Untersuchung keinerlei Hinweise auf Brustkrebs geliefert hat, wird dir im Schreiben mitgeteilt, dass du in zwei Jahren wieder zur Mammographie kannst. Gehörst du zu den anderen 5 %, lädt man dich zu einer weiteren Untersuchung ein. Verfall aber nicht in Panik: Die meisten der auffälligen Befunde lassen sich durch weitere Untersuchungen klären und stellen sich als gutartig heraus.

Vor- und Nachteile der Mammographie

Die Mammographie bringt – wie jede medizinische Maßnahme – gewisse Vor- und Nachteile mit sich.

Vorteile

Die Vorteile des Mammographie-Screenings:

  • Nicht ertastbare Knötchen lassen sich frühzeitig diagnostizieren.
  • Die Röntgenbilder sind objektiv beurteilbar.
  • Die Aufnahmen können bei Bedarf für eine Zweitmeinung weitergegeben werden.

Nachteile

Das sind die Nachteile:

  • Strahlenbelastung durch die Röntgenuntersuchung.
  • Schmerzhafte Quetschung der Brust.

Du hast den Verdacht, dass sich etwas an deiner Brust verändert hat, oder spürst kleine Knötchen? Bitte wende dich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt deines Vertrauens!

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