Sicher ist Brustkrebs ein Thema, über das wir alle nur sehr ungerne sprechen. Doch die Statistiken sprechen für sich: Jede achte Frau erhält in ihrem Leben die Diagnose Brustkrebs. Ein Thema, das also viele von uns betrifft und deshalb auf gar keinen Fall tot geschwiegen werden darf. Wie du ganz einfach zuhause eigene Vorsorge betreiben kannst und wie lebensrettend diese sein kann, erfährst du in diesem Blog-Beitrag.

 

Wann sollte ich meine Brust am besten abtasten?

Am besten tastest du deine Brust eine Woche nach deiner letzten Regel ab, denn dann ist dein Brustgewebe am weichsten und Knötchen oder Unebenheiten lassen sich besser erspüren.

 

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In wenigen Schritten zur Vorsorge Zuhause

Schritt 1

Stelle dich oberkörperfrei vor einen Spiegel und lege die Hände auf deine Hüften. Zunächst einmal solltest du deine Brüste etwas ausführlicher betrachten und auf Veränderungen der Haut, deiner Brustwarzen, der Größe deiner Brüste, die Form und Lage achten? Hat sich etwas verändert oder kommt dir etwas ungewöhnlich vor?

Schritt 2

Hebe nun deine Arme über den Kopf und betrachte die Bewegung deiner Brüste. Bewegen sie sich mit? Erscheinen irgendwo Wölbungen nach innen oder außen? Beachte auch deine Brustwarzen: Verändert sich dabei ihr Äußeres? Drehe dich auch und betrachte deine Brüste von beiden Seiten.

Schritt 3

Lege dich nun auf den Rücken und taste deine Brüste nacheinander ab. Dafür legst du den Arm auf der Seite der Brust, die du abtasten möchtest am besten nach oben. Beginne nun in kleinen, kreisenden Bewegungen deine Brust abzutasten. Wenn du dir vorher ein Muster überlegst, vergisst du keine wichtige Stelle und der Ablauf wird mit zunehmendem Wiederholen zu einer Alltagsroutine.

Schritt 4

Die Achseln und deine Brustwarzen auf gar keinen Fall vergessen!

Schritt 5

Du hast eine Auffälligkeit entdeckt oder bist die an einer Stelle nicht sicher? 
Ruhe bewahren. Vereinbare einen Termin bei deinem*r Frauenarzt*in. Erkläre deine Situation und in der Praxis wird noch einmal ganz genau geschaut, ob sich bei dir wirklich etwas Auffälliges finden lässt. 

Solltest du nichts Auffälliges entdeckt haben, lohnt es sich dennoch die Angebote der Brustkrebsfrüherkennung in deiner Praxis wahrzunehmen. Je früher ein potenzielles Risiko erkannt wird, umso besser sind die Chancen später. 

Organisationen wie discovering hands bieten außerdem Tastuntersuchungen durch sehbehinderte Frauen an, deren ausgeprägter und geschulter Tastsinn sogar circa 30 % mehr Gewebeveränderungen feststellt, als Ärzte*innen.

 

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Quelle: PINK! Aktiv gegen Brustkrebs 

Oktober 04, 2022 — Ann-Kathrin Feldmann